PM 25.01.2017: Wir brauchen durchmischte Wohnquartiere in Botnang!

Veröffentlicht am 25.01.2017 in Pressemitteilungen

Wir brauchen durchmischte Wohnquartiere in Botnang!

Standpunkt zum sozial verträglichen Wohnen bei uns im Stadtteil

 

Botnang befindet sich im städtebaulichen Wandel. Die Erneuerung in die Jahre gekommener Gebäude erhöht die Qualität des Stadtbildes und der Wohnungen. Leider bedeutet die mit der Erneuerung verbundenen Mietsteigerungen für viele Mieter die Aufgabe ihrer bisherigen Wohnung. Viele Mieter, in Botnang und im ganzen Stuttgarter Stadtgebiet, sind besorgt ob dieser Entwicklung.

 

Überall wird der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Stuttgart moniert. Diese Entwicklung fängt in den Stadtgebieten an. Mieten sind dabei die zentrale Stellschraube. Sie sorgen jedoch nicht nur dafür, dass geringer Verdienende und junge Familien in Stuttgart und in Botnang bleiben können, sie sind auch Stellschraube für ein sozial durchmischtes Stadtquartier. Botnang lebt davon, dass Menschen verschiedenster sozialer Herkunft im Stadtteil leben. Die soziale Durchmischung sorgt für einen bunten, lebhaften Bezirk, in dem sich Menschen integrieren und wohlfühlen können. Der Verfall bezahlbaren Wohnraums wirkt sich somit langfristig auf das alltägliche Leben in Botnang aus.

 

Mietpreis- und Immobilienpolitik sind allein Angelegenheit der  Eigentümer. Meistens sind das Wohnungsbaugesellschaften. Die SPD-Fraktion im Bezirksbeirat hat sich immer zu Wort gemeldet, wenn sie die Gefahr sah, dass Mieter durch Erneuerung und steigenden Mieten verdrängt werden. Auf Stadtteilebene haben wir stets alle politischen Möglichkeiten ausgereizt, um sozial verträgliches Wohnen in Botnang zu erhalten. Die Stadt hat auf Ebene der Stadtplanung jedoch die Möglichkeit, Wohnungsbau zu steuern.  Über die Erhaltungssatzung kann die Zusammensetzung sozialer Milieus verstetigt werden. Diese ist beispielsweise ein wirksames Mittel, um Gentrifizierung vorzubeugen.  Der Rückzug aus bisher geförderten sozialen Wohnräumen oder fehlende Regelungen zum ausreichenden Anteil von Sozialwohnungen in Neubauten  zeigen jedoch, dass die Stadt Stuttgart hier noch einen langen Weg vor sich hat.

 

Soweit es uns in der Macht steht, werden wir mit unseren politischen Mitteln versuchen, dieser Entwicklung auf dem Stuttgarter Wohnungsmarkt entgegenzuwirken. Besorgten Bürgern und Betroffenen empfehlen wir derweil, sich mit den zuständigen Mietervereinen in Verbindung zu setzen. Diese bieten qualifizierte und professionelle Hilfe an.

 

 

Die Pressemitteilung zum Download gibt es hier.

 
 

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Dirk Bulander und Saskia Goldberg

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